
- Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
Literarischer Spaziergang auf den Spuren Bert Brechts: FLITSCHEN, LECH-FLÖSSER, TRIFTEN Aufstieg und Niedergang der Flößerei am Lechhauser Lech

„Am Ufer des Lech verstauten wir das Gepäck auf einem sogenannten Floß – eng verbundne Holzstämme, die während der Liegezeit im Hafen aufquellen, und fuhren damit, ich und andre, nach Augsburg“ (Michel de Montaigne in seinem Tagebuch im Jahr 1580)
Seit der Römerzeit wurden Lech, Wertach und die Lechkanäle als wichtige Verkehrsadern zum Transport von Baumaterialien (Holz, Tuffstein, Kalk und Gips) und zur Versorgung der Stadt Augsburg mit Handelsgütern (u.a. Wein, Baumwolle etc.) genutzt. Zahlreiche Privilegien und Verträge mit den Anrainern regelten seit dem Mittelalter die Durchfahrtsrechte, Transportmengen und Löhne für die in der Holztrift und Frachtflößerei tätigen Arbeiter und Händler.
Während die Holztrift wegen der hohen Kosten und den häufigen Uferschäden allmählich unrentabel wurde, blieb die Lechflößerei noch bis zum Eisenbahnausbau ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
In den 1840er Jahren passierten jährlich über 4.500 Flöße und Flitschen (Kleinfloße) die Floßgasse am Hochablass. Noch 1912 wurde dort ein neuer Floßhafen gebaut, wenngleich die Flößerei fünf Jahre später ihr Ende fand. (Quelle: Stadtarchiv Augsburg)
Unser Spaziergang geht von der „Floßlände“-Gaststätte zum ehemaligen Holzgarten an der Brentanostraße, zum Flößerdenkmal an der Neuburgerstraße und zur Floßabfahrtsstelle für Reisende nach Wien.
Viele Geschichten um die Risiken und die Gefahren der Floßländler gibt es zu erzählen.
Führung: Katharina Bischof
Anmeldung: www.vhs-augsburger-land.de
Flößerei-Grafik: Städtische Kunstsammlungen
Ähnliche Veranstaltungen
Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an die*den jeweilige*n Veranstalter*in.




